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Geschichte der Gemeinde Lödla

Lödla gehört zu den kleineren Gemeinden Ostthüringens und besteht aus den 4 Ortsteilen: Oberlödla, Unterlödla, Rödigen und Wieseberg. Derzeit wohnen ca. 781 Bürger in Lödla.

Acrylgemälde von Friedheim Milczynski ©1996
Acrylgemälde von Friedheim Milczynski ©1996

Lödla ist eine alte slawische Ansiedlung und fand erstmals im Jahre 1181 urkundlich Erwähnung. Die alte Form des Ortsnamens heißt Lidelowe, benannt nach den hiesigen Rittergutsbesitzern. Im Jahre 1444 gab es in Oberlödla und Rödigen zusammen, außer dem Rittergut, nur neun besetzte Höfe. Auch 200 jahre später zählte man hier nur elf bewohnte Höfe.

Kirche in Oberlödla
Kirche in Oberlödla

1697 wurde Unterlödla in die Parochie Oberlödla eingepfarrt. Aus diesem Grunde war es auch erforderlich, die kleine, erstmals 1398 erwähnte Kirche des Ortes zu vergrößern.

Unterlödla
Unterlödla



Die 84 Einwohner von Unterlödla lebten außer in dem Rittergut in zwei Anspanngütern und drei Häusern.

Blick von Rödigen nach Oberlödla
Blick von Rödigen nach Oberlödla








Erste Nachrichten über die Gewinnung von Kohle an den Talhängen des Gerstenbaches bei Oberlödla stammen aus dem Jahr 1766. Einen wesentlichen Aufschwung erfuhr die Braunkohlegräberei in dieser Region in den dreißiger Jahren des vorigen Jahrhunderts. 1836 sind 12 Gruben in Betrieb. Der Abbau erstreckte sich vom Berg bei Rödigen bis nach Wiesenmühle. Die Kohleförderung brachte Arbeit und Brot. Somit hatte sich bis 1842 die Einwohnerzahl auf 325 Personen in 61 Familien erhöht und war bereits im Jahre 1880 auf 496 Personen angewachsen.

B180
B180

Als 1842 die Altenburg-Zeitzer Straße gebaut wurde und dadurch ein leichterer Absatz der Torfziegel möglich war, begann die Blütezeit des Oberlödlaer Kleinbergbaues. Die Konjunktur des Kohleabbaues und deren Verarbeitung war in unserem Ort, über Jahrzehnte hinweg gesehen, sehr schwankend, weil die Ausbeute an Braunkohle zu dürftig war. Die Konkurrenz um Zechau, Kriebitzsch, Rositz und Meuselwitz war zu groß. Die Arbeitssituation endete damit, dass 1953 der Kohlebergbau eingestellt wurde.

Wiesen und Felder bei Oberlödla
Wiesen und Felder bei Oberlödla




Die Bevölkerung fand Arbeit in der Landwirtschaft sowie in den umliegenden Kohle- und Industriebetrieben in Rositz, Zechau und Altenburg.

Gedenkstein auf dem Friedhof Oberlödla
Gedenkstein

Im ersten Weltkrieg ließen 37 Soldaten der Gemeinde Lödla ihr Leben, davon wurden 11 vermisst. Ihnen zu Ehren wurde 1920 auf dem Oberlödlaer Friedhof ein Gedenkstein aller Gefallenen und Vermissten gesetzt.

Rastplatz bei Wieseberg
Rastplatz bei Wieseberg

Auch im zweiten Weltkrieg hatte die Gemeinde Lödla viele Opfer zu beklagen. Als besonders tragischer Tag geht der 14. Februar 1945 in die Geschichte der Gemeinde ein, denn an diesem Tag fielen unzählige Bomben auf Lödla und die Nachbarorte. Der Ort bot ein Bild des Grauens. Der Ortsteil Oberlödla wurde fast vollständig zerstört.

Gewerbegebiet Oberlödla
Gewerbegebiet Oberlödla

Die Gemeinde schuf gute Rahmenbedingungen für die Ansiedlung von Gewerbe. Davon zeugt das auch heute zu fast 100% ausgelastete Gewerbegebiet mit rund 200 Arbeitsplätzen. Aber auch in den Ortsteilen haben mehrere den Schritt in die Selbstständigkeit gewagt und sich eigene Firmen aufgebaut. Die verstärkte Nachfrage nach Wohnen in Lödla, hält unvermindert an.

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