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 Kurs 21
Geschichte der Gemeinde Kriebitzsch
Acrylgemälde von Friedheim Milczynski ©1996
Acrylgemälde von Friedheim Milczynski ©1996

Die Gemeinde Kriebitzsch wurde erstmals urkundlich im Jahre 1216 als romanische Anlage erwähnt. Kaiser Friedrich Barbarossa (1125-1190) ließ diese Anlage als Kirche gründen, welche dann in verschiedenen Stilepochen fertiggestellt wurde. Die Region um Kriebitzsch wurde vom Braunkohleabbau geprägt. Anfangs erfolgte der Kohlenabbau durch Tiefbau, davon zeugen die heute noch vorhandenen Bezeichnungen wie Agnesschacht und Bruderzeche.

Tagebaurestloch und heutiges Naturschutzgebiet
Tagebaurestloch

Später erfolgte der Kohlenabbau im Übertage. Ein Relikt dieser Industrialisierung ist das Tagebaurestloch der überbaggerten Orte Pesta, Leesen und Zechau. Im heutigen Restloch entstand im Laufe der Jahre durch die Unberührtheit ein Naturschutzgebiet, das viele seltene Pflanzen und Tiere beheimatet.

ehemalige Eisenbahnlinie Altenburg-Zeitz
ehemalige Eisenbahnlinie Altenburg-Zeitz

Die Gemeinde besteht aus den Orten: Kriebitzsch, Zechau und Altpoderschau.
In ihr wohnen 1227 Bürger. Verkehrsmäßig ist Kriebitzsch an die B 180 angebunden. Die ehemalige Eisenbahnlinie Altenburg-Zeitz wird nur noch als Zubringer für die Firma Umweltschutz Contamex aus Richtung Meuselwitz betrieben.

Blick auf Kriebitzsch
Blick auf Kriebitzsch

Wie eingangs erwähnt, wurde Kriebitzsch mit den Orten Zechau und Altpoderschau in den vergangenen 100 Jahren hauptsächlich geprägt von der Braunkohlenindustrie mit ihrem Abbau sowie der Verarbeitung der Kohle in den Brikettfabriken Kriebitzsch und Zechau. Der ländliche Charakter wurde gestaltet durch die Gründung einer LPG, welche im Jahre 1953 von Kriebitzscher Einzelbauern erfolgte.

Viebigs Eck
Viebigs Eck

Diese teils ehemaligen Wirtschaftsstandorte versinnbildlichen Pflug und Baggerschaufel, vervollständigt durch einen Findling mit dem Gemeindewappen und einer Eiche auf “Viebigs Eck”.

Bergarbeiterdenkmal
Bergarbeiterdenkmal

Weitere Denkmale in Kriebitzsch sind das E.-Thälmann- und K.-Kresse-Denkmal am ehemaligen Schulgebäude, sowie das im Jahre 2001 sanierte Bergarbeiterdenkmal, welches zum Gedenken des Unglückes der 17 Bergleute, die im Mai des Jahres 1921 tödlich verunglückten, erbaut wurde.

Kriebitzsch

Mit der Neuorientierung Anfang der 90er Jahre und der Einstellung der Braunkohlenindustrie fielen die meisten Arbeits- und Verdienstmöglichkeiten ersatzlos weg, so dass die Arbeitslosigkeit bis heute bei rd. 22% liegt. Bei einem Spaziergang durch unsere drei Orte wird jedem Besucher auffallen, dass sich durch gemeinsame Anstrengungen sowie viele private Bemühungen das Gemeindebild positiv verändert hat.

Gebäude des Bürgermeisteramtes
Gebäude des Bürgermeisteramtes

Zum neuerlichen Erscheinungsbild des Ortes gehört das hergerichtete Gebäude des Bürgermeisteramtes mit Seniorenclub, Arztpraxis, dem Friseur und der Bücherei, sowie der für gemeinsame Feste geschaffene Vorplatz mit Springbrunnen.

Kreuzung B180
Kreuzung B180

Mit dem Programm der Dorferneuerung ab dem Jahre 2001 wurden die B180, die ehemalige Landesstraße von Altpoderschau bis Ortsmitte Kriebitzsch, sowie die Hauptstraße teilweise mit Rad- und Gehwegen, Beleuchtung und                                                                               Parkflächen neu gebaut.

Vereins- und Feuerwehrgebäude
Vereins- und Feuerwehrgebäude

Höhepunkt des Dorferneuerungsprogramms war die Fertigstellung der Außensanierung des Kindergartens und der Neubau des Vereins- und Feuerwehrgebäudes mit zwei Stellplätzen in der Kirchgasse 1.

Alljährliche Höhepunkte sind das große Sport- und Fußballfest im Juni jeden Jahres sowie die Faschingsveranstaltungen, Walpurgisnacht, Bergmannsfest in Zechau und Tannenbaumverbrennung, Osterfeuer, Dorf- und Kinderfest, Herbstwanderung sowie Weihnachtssingen in Kriebitzsch, welche bei unseren Einwohnern und zahlreichen Gästen für Abwechslung sorgen.



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